Bald nun ist Weihnachtszeit..

In wenigen Wochen ist Weihnachten. Die Geschäfte sind bereits geschmückt und die Weihnachtsmärkte warten mit Köstlichkeiten. Doch manchmal will die weihnachtliche Stimmung einfach nicht aufkommen. Manchmal ist es der Alltagsstress, der uns nicht zu Ruhe kommen lässt oder es liegt daran, dass einfach noch kein Schnee liegt. Doch damit Ihr die Vorweihnachtszeit rechtzeitig und ausgiebig geniessen könnt, zeige ich Euch meine 9 Tipps und Ideen.

1. Weihnachtliche Playlist erstellen

„Es gibt wohl nur wenige Dinge, die uns auf so einfache Weise mit Glück erfüllen können.“ Musik begleitet uns das ganze Leben. Ob beim Sport, wo sie uns motiviert oder in einem Film, wo sie uns zu Tränen rührt. Oder was wäre ein Actionfilm ohne Musik? Und genau deshalb gehört eine Playlist mit den schönsten Weihnachtsliedern zur Grundausstattung während der Weihnachtszeit. In meiner Playlist habe ich die unterschiedlichsten Genres: Pop, Jazz, Rock, Swing, Klassik, Schlager oder Soul. Lieder, die unter anderem in meiner Playlist nicht fehlen dürfen:

  • Last Christmas – Wham
  • All I want for Christmas is you – Mariah Carey
  • Driving Home for Christmas – Chris Rea
  • That’s Christmas to me – Pentatonix
  • Tausend Sterne sind ein Dom – Rundfunk-Jugendchor Leipzig
  • Weihnachtsoratorium – Johann Sebastian Bach
  • Let it snow! let it snow! let it snow! – Frank Sinatra, B. Swanson Quartet
  • White Christmas – Bing Crosby
  • Album Bald ist nun Weihnachtszeit – Philharmonischer Kinderchor Dresden
  • Tochter Zion, freue dich – Ludwig Guttler Brass Esemble
  • It’s beginning to look a lot like Christmas – Michael Bublé
  • Man with the bag – Jessie J

Es gibt eine Vielzahl an weihnachtlichen Playlists bei Spotify. Am besten stöbert Ihr ein wenig und dann werdet Ihr schnell merken, wie Euch die Musik in die weihnachtliche Stimmung bringt.

2. Adventskranz basteln oder besorgen

Ich finde gerade in der Weihnachtszeit hat das Licht eine ganz besondere Bedeutung. Für uns Christen steht es für die Ankunft des Herren. Der Adventskranz, ähnlich wie ein Adventskalender, zeigt und bereitet uns auf Weihnachten, die Geburt Jesu vor. Mittlerweile gehört der Adventskranz zum deutschen Brauch. Die 4 Kerzen stehen für die 4 Adventssonntage bis zur Geburt des Herren. Ursprünglich hatte der erste Adventskranz von Johann Hinrich Wichern 19 kleine und 4 grosse Kerzen. Befestigt an einem grossen Wagenrad konnten damals die Kinder sehen, wie viel Tage es noch bis Weihnachten sind. Mit der Zeit wandelte sich das Aussehen des Adventskranzes. Ein klassischer Adventskranz wird mit Tannengrün gebunden und mit 4 grossen Kerzen verziert. Heutzutage sind der Kreativität bei einem Adventskranz keine Grenzen gesetzt. Besorgt oder bastelt euch einen Adventskranz und freut euch, wenn alle 4 Kerzen brennen und es Weihnachten ist.

3. Weihnachtliche Duftkerzen, Raumdüfte oder Räucherkerzen aufstellen

Mit der Zeitumstellung im Oktober wird die Winterzeit eingeläutet. Schnell wird es abends dunkel. Doch genau dann ist die perfekte Zeit für Duftkerzen gekommen. Sie verleihen dem Raum eine gemütliche und ruhige Stimmung. Ich kaufe Duftkerzen am liebsten bei Ikea, The Rituals, Depot oder bei DM. Vor allem Yankee Candels, The Glade oder ipuro Kerzen verbreiten einen weihnachtlichen Duft. Doch sie erhellen nicht nur einem Raum, sondern auch unsere Herzen. Duftkerzen haben zusätzlich eine besondere Wirkung auf unsere Seele. Sie können unser Nervensystem stimulieren und unsere Stimmung positiv beeinflussen. Düfte und Gerüche haben eine bestimme Wirkung auf unsere Seele. So hilft Lavendelduft uns zu entspannen und zur Ruhe zu kommen. Es kann Kopfschmerzen lindern und sorgt für einen Ausgleich zwischen Körper und Geist. Voraussetzung ist natürlich, dass man den Duft von Lavendel im Allgemeinen riechen kann. Zitrone hingegen wirkt erfrischend, belebend und hilft uns bei Konzentrationsschwäche. Weihnachtliche Duftrichtungen können sein: Bratapfel, Tannengrün oder Zimt.

Ein besonderer Duft zu Weihnachten ist Weihrauch. Neben Myrrhe und Gold schenkten die Heiligen 3 Könige dem Christuskind auch Weihrauch. Es gilt als sehr kostbar und zeigt die Verehrung des Herren. Im Erzgebirge wurde aus dem Duft von Weihrauch, Zimt und Myrrhe das Räucherkerzchen von heute. „Damit das Raachermannel naabeln kann, muss es etwas in den Bauch bekommen: Das Räucherkerzchen.“ Neben den Düften von Zimt, Bratapfel, Glühwein, gebackenen Plätzchen und Mandarinen gehört der Duft von Weihrauch – Räucherkerzen zu den weihnachtlichsten Düften für mich.

Nicht vergessen: Bitte lasst Eure Kerzen nicht unbeaufsichtigt im Raum brennen und stellt sie ausserhalb der Reichweite von Kindern.

4. Auf den Weihnachtsmarkt gehen

Der Besuch eines Weihnachtsmarktes ist obligatorisch. Vielleicht nicht an einem Samstag Nachmittag, aber sonst eigentlich immer. Weihnachtliche Lieder schallen aus den Lautsprechern. Es kommen einem Düfte von Bratwurst, Glühwein, gebrannten Mandeln und vielen weiteren Leckereien entgegen. Die kleinen Büdchen stehen aneinandergereiht und sind festlich mit Lichterketten und Tannengrün geschmückt. In der Mitte steht ein grosser geschmückter Weihnachtsbaum. Daneben dreht sich eine Pyramide, auf der die Weihnachtsgeschichte dargestellt wird. Joseph und Maria mit dem Christuskind, die Heiligen 3 Könige und die Hirten mit ihren Schafen. Erzgebirgisches Handwerk, Mützen, Handschuhe, Kerzen oder Köstlichkeiten können gekauft werden.

Wie es in Wahrheit ist: Menschenmengen quetschen sich durch die viel zu engen Gassen zwischen den Buden. Die Warteschlange für eine Bratwurst wird einfach nicht kürzer und langsam zeigt der mittlerweile 4. Glühwein auch seine Wirkung.

Im späten Mittelalter gab es Verkaufsmessen, die den Bürgern die Möglichkeiten boten, sich für die anstehende kalte Jahreszeit einzudecken. Sie deckten sich mit Fleisch, Fellen und weitere winterliche Dingen ein. Später im 14. Jahrhundert durften auch Spielzeugmacher, Korbflechter oder Zuckerbäcker ihre Waren zum Verkauf anbieten. Diese wurden dann später den Kindern zu Weihnachten geschenkt. Daraus wurde der heutige Weihnachtsmarkt, welcher mittlerweile ein fester Bestandteil des vorweihnachtlichen Brauchtums ist. 1434 gab es den ersten Weihnachtsmarkt in Deutschland, den Dresdner Striezelmarkt. Zu den ersten Büdchen gehörten auch die Stände, welche geröstete Kastanien und Mandeln angeboten haben.

5. Christstollen essen und Plätzchen backen

In unserer Familie ist es Tradition, dass unsere Oma Stollen für die gesamte Familie backt. Mit allen Zutaten bepackt geht es zum Bäcker. Dort werden alle Zutaten vermengt und der Stollen wird gebacken. Auch in diesem Jahr sind es wieder weit über 10 Stollen geworden. In den nächsten Wochen werden sie vom Erzgebirge aus quer durch Deutschland verschickt, vielleicht auch in die Schweiz? Ich lasse mich überraschen. Der Stollen, ein Hefeteig aus Mehl, Mandeln, Butter, Rosinen und weiteren Zutaten wie Zitronat oder Mohn, mit Puderzucker bestreut, steht für das Kind, welches in Windeln gewickelt in einer Krippe liegt. Zum ersten Advent wird er angeschnitten und dann über die ganze Weihnachtszeit verzehrt.

Neben dem Stollen befinden sich auch selbst gebackene Plätzchen auf dem Tisch. Rezepte für weihnachtliche Plätzchen gibt es unzählige. Das Grundrezept für Mürbeteigplätzchen findet Ihr in meinem Beitrag „11 DIY-Geschenke für Weihnachten„. Vielleicht habt Ihr Lust auch andere Leckereien selber zu backen? Ich habe ein ganz einfaches Rezept für gebrannte Mandeln.

6. 3 Haselnüsse für Aschenbrödel

Für Amerika ist es: Kevin – Allein zu Haus. Doch für uns ist es der Film: 3 Haselnüsse für Aschenbrödel. Das Märchen gehört zu den bekanntesten Filmkooperationen der Tschechoslowakai und der DDR. Das ist auch schon ein Zeichen dafür, wie alt der Film mittlerweile ist. 1973 wurde das Märchen produziert. Doch jedes Jahr ist es ein Highlight in der Weihnachtszeit. Schaut selbst:

Sendezeiten für 2016:

  • 27.11. um 12 Uhr auf KiKA
  • 04.12. um 13.50 Uhr auf WDR
  • 10.12. um 14.30 Uhr auf ARD
  • 23.12. um 23.30 Uhr auf WDR
  • 24.12. um 12.10 Uhr auf ARD, um 16.05 auf WDR und um 20.15 Uhr auf ONE
  • 25.12. um 8.45 Uhr auf BR, um 10.30 Uhr auf NDR
  • 26.12. um 9 Uhr auf rbb und 16 Uhr auf MDR

7. Weihnachtsdeko aufstellen

Zusätzlich zu dem Adventskranz, den Duftkerzen und den Räuchermännern gibt es noch viele Möglichkeiten die eigenen 4 Wände weihnachtlich zu dekorieren. Im Erzgebirge werden Schwibbögen in die Fenster gestellt, draussen gibt es einen Weihnachtsbaum der leuchtet und drinnen finden Räuchermännl‘ und kleine Weihnachtsengelchen neben Engel und Bergmann ein schönes Plätzchen.

8. Weihnachtliches Konzert besuchen

Ich habe früher in einem Chor gesungen und wir haben immer am 3. Adventssonntag ein Weihnachtskonzert veranstaltet. Gemeinsam mit Trompeten, Posaunen, der Orgel, Streichern und manchmal auch mit einem Schlagzeug. Es ist so angenehm für ein paar Stunden dem Trubel zu entkommen und ganz in Ruhe ein Konzert anzuhören oder eben mitzusingen. Wenn ihr die Möglichkeit habt in ein Weihnachtskonzert zu gehen, dann verschwendet keine Zeit.

9. Adventskalender

Ohne Adventskalender – ohne mich! Ein Weihnachten ohne Adventskalender ist nur halb so schön. Egal wie alt man ist, jeden Tag ist eine kleine Überraschung hinter einem Türchen versteckt und man freut sich wie ein kleines Kind. Mittlerweile gibt es Beauty-Adventskalender, die klassischen Schoko-Adventskalender oder man ist selber kreativ und gestaltet einen eigenen Adventskalender. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Adventskalender aus Tontöpfen? Die Anleitung dafür findet Ihr hier: Adventskalender aus Tontöpfen und die Bedeutung des Adventskalenders.

Adventskalender basteln

Ich hoffe ich konnte Euch Ideen und Tipps geben und Ihr seid auch in Weihnachtsstimmung? Ich wünsche Euch einen schönen und ruhigen 1. Advent!

Weihnachtliche Grüsse

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